Der Messing(s)berg im Wesergebirge (270 Meter) Steinbergen / Stadt Rinteln / Landkreis Schaumburg

    Aufnahme vom 10.10.08 vom Wesertal aus gesehen   Foto: e.
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    11.Dezember 2004                
    Es ist passiert! Katastrophe am Messingsberg!
    Bergrutsch in Steinbergen
    Bergrutsch                   tol   Kammabruch    tol   Bergrutsch           e.
    Kommentare und Reaktionen
    Naturschatz Messing(s)klippen/Südhang wohl unwiederbringlich verloren!
    Mehr zu den Höhlen des Messingsberges finden Sie hier
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    Erklärung der Aktionsgemeinschaft nach diesem weiteren Bergrutsch in der Region
    Ingenieur für Felsmechanik:  Kammabrutsch wäre zu verhindern gewesen
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    Jetzt ist der “Supergau” passiert und die Firmenleitung und die von ihr beauftragten Geologen sind sprachlos ???
    Die Geschäftsführer  der NNG (Norddeutsche Naturstein GmbH, Sitz in Flechtingen in Sachsen Anhalt)
    erklärt auf der Pressekonferenz:: Damit war nicht zu rechnen! ?
    und rechtfertigt dieses mit der Aussage : Dieser Teil des Berges galt als stabil!  Für diesen Abrutsch gab es keinerlei Anzeichen!
    und auf Nachfragen, ob denn der  Erlebnispark “Steinzeichen” auf der Westseite sicher sei,
    sagt er: Das ist nicht gefährdet !     (?) Anm. Wie kann das ausgeschlossen werden, bei soviel Ahnungslosigkeit ?
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    Es bleibt festzuhalten: 
    Alle Warnungen, den bislang genehmigten Abbau nicht so dicht an die Kammlinie heranzutragen, wurden ignoriert!
    und auch die damit verbundenen Gefahren für das Leben und die Gesundheit von im Steinbruch arbeitenden Menschen
    verharmlost. Der Kamm ruscht und rutscht weiter - ein Ende ist nicht abzusehen!
    Neben der Verschandelung der Hanglandschaft auf der Nordseite des Wesergebirges, zeigen sich jetzt auch sichtbare
    Landschaftsschäden auf der Südseite zum Wesertal hin. Auch die Wanderwege (Norddeutscher Fernwanderweg)
    sind davon betroffen. Von einer Nutzung ist dringend abzuraten, es besteht Lebensgefahr! Niemand weiß, wo weiterer
    Schollen abbrechen und neue Klüfte sich auftun können. Der Waldboden reisst immer weiter auseinander!
    Der Naturschatz, die Messingklippen sind für immer verloren.
    Neue Hiobsbotschaft:  Auch Teile des Südhangs in Bewegung
    Aufnahme vom 10.10.08           Foto: e.
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    Messingsberg von Rinteln aus gesehen  Foto:e.10.10.08

    Zu: Die Landschaftsbeschreibung Naturpark Weserbergland Schaumburg-Hameln

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    Aufnahmen unten vom 28.Mai 2003, Oben Messingberg, darunter die Westendorfer Egge,Foto rechts:Messingsberg-Übersicht/Lage ganz

Oben Messingberg, unten Westendorfer EggeDer Steinbruch Steinbergen vor dem Bergrutsch

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    Negative Auswirkungen:

      • Der Berg ist ins`Rutschen gekommen, auf der gesamten Breite des Kammes wurden bereits Sprengungen
      • vorgenommen, um die Stabilität vorläufig zu sichern
      • trotzdem geht der Abbau, weil genehmigt, weiter;
      • auch für den dann weiteren abgebauten Bereichen werden weitere Sprengungen nötig werden
      • zum Stillstand gekommen ist der Berg auch durch die Gegensprengungen nicht.
      • das geologische Gutachten zur Standsicherheit von 1999 geht davon aus, dass langfristig
      • eine Verschlechterung der Situation eintreten wird.Im Gutachten wird bereits als Alternative zu den
      • Sprengungen der vollständige Abbau des Kammes bis auf die Gleitschicht(Heersumer Schicht) diskutiert.

    Besonderheiten

      • Im westlichen Bereich wurde ein Erlebnispark “Steinzeichen Steinbergen” (EXPO-Projekt)
      • von der Rohstoffindustrie eingerichtet. Motto - Vom Industriepark zur Kulturdomäne.
      • Kritiker an diesem Projekt konnten sich nicht durchsetzen und weisen daraufhin, dass der Landkreis Schaumburg kein Industriepark ist,
      • auch wenn hier beim Besuch des Erlebnisparks (für Ortsfremde) der Eindruck entstehen könnte.
      • Weiter wird kritisiert, dass im  Park nicht auf Lösungsmöglichkeiten zum Schutz der Natur und Landschaft eingegangen wird -
      • Wege zum Reycling, Substitute usw.-. Expomotto war :Mensch, Natur, Technik 

    Weitere Negative Auswirkungen:

      • Bergkamm: droht ganz abzurutschen
      • Kammweg: musste und ist bereits gesperrt bzw. verlegt worden
      • Bäume: auf dem Kamm trocknen aus
      • Wald:  ( hier war hochwertigster Buchenwald) verschwunden und damit reinigende Filterwirkung auf Luft und Boden
      • Pflanzenwelt: verschwunden, teilweise Anpflanzungen im westlichen Bereich
      • Landschaft: unwiederbringlich zerstört

    Schaumburger Zeitung am  05.04.2002   Wand an Wülpker Egge rutscht- Bleibt der Messingsberg stabil?

    Der Kammabrutsch: Foto:Tobias Landmann am 18.12.2004     Weitere Fotos