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Die Aktionsgemeinschaft Weserbergland (AGW):
“Von uns gibt es keinen einzigen Berg mehr!” . Aufruf zu den Bundestagswahlen am 27.September 2009. Die Problematik Rohstoffgewinnung und die Auswirkungen für das Weserbergland:
Die Aktionsgemeinschaft Weserbergland Wir kennen von allem den Preis - und von nichts den Wert, so brachte es Oscar Wilde auf den Punkt. Ein Satz heute aktueller denn je. Die Aktionsgemeinschaft Weserbergland ist ist ein Zusammenschluss von zurzeit 47 Verbänden, Vereinen, Firmen und Interessengruppen aus den Landkreisen Schaumburg (Rinteln, Bückeburg, Stadthagen, Bad Eilsen und dem Auetal), Hameln-Pyrmont (Hess.Oldendorf, Bad Münder) in Niedersachsen und auch aus Nordrhein-Westfalen -siehe Mitglieder- wächst ständig an. Besonderer Hinweis: Das Wesergebirge und der Süntel sind innerhalb der historischen Grenzen der ehemaligen Grafschaft Schaumburg. Zahlreiche Aktionen und ausgesprochene Bekundungen der Bevölkerung Unterstützung auch von der neu gewählten Nds. Landesregierung mit Christian Wulff (Ministerpräsident) (siehe u.A. Umfrage 2002 zur Landtagswahl) und zahlreicher Mdl`s aus der Region Weserbergland,
Rohstoffabbau in Zahlen im Weserbergland Landkreis Schaumburg - zurzeit 15 raumbedeutsame, bereits genehmigte und im Abbau befindliche Kiesgruben und Steinbrüche, davon 9 allein im Bereich der Stadt Rinteln. Landkreis Hameln-Pyrmont - wohl ebenso Sind diese bereits genehmigten Flächen in der Weserberglandregion abgebaut- Summe der räumlichen Ausdehnung mind. 2000 Hektar ( 1 ha= 10.000 qm, 2000 ha= 20 Mill. qm)
Tourismus Das Weserbergland ist eine Region in der der Tourismus eine lange Tradition hat und eine immer wichtiger Rolle spielt.(Mit Steuergeldern und EU-Mitteln gefördert) Säulen des Tourismus in Schaumburg und Hameln:
Argumentation gegen einen weiteren Rohstoffabbau Bodenabbauleitplan Weser/ Landesraumordnungsprogramm Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass nur noch zum wirtschaftlichen Vorteil einiger weniger Profiteure in der Rohstoffindustrie (Lobbyisten müssen bedient werden) neue Abbaugebite festgelegt werden und dabei offensichtlich von den zuständigen Entscheidern gar nicht mehr gesehen wird , dass ganze Landstriche verschwinden - tauchen doch bereits bestehende und bereits genehmigte Abbauvorhaben in entsprechenden darstellenden Karten und Listen gar nicht mehr auf! Diese einseitige Darstellung erweckt den Eindruck einer Verknappung an möglichen Ressourcen für die Abbauindustrie und die Niedersächsische Baustoffwirtschaft, die so nicht stimmt und nicht gerechtfertigt ist! Erst die Festlegung von Vorsorge- und damit “möglichen” Abbaugebieten im LROP (Landesraumordnungsprogramm) weckt diese Begehrlichkeiten auf diese nur vermeintlich letzten Rohstoffgewinnungsgebiete. Nach der Devise: Wir müssen uns Sichern, was das Zeug hält! Die gemachten Erfahrungen beim Bodenabbauleitplan Weser sind ein deutlicher Beweis dafür. Kaum war er in Kraft, schon wurden für sämtliche ausgewiesene Flächen zwischen Holzminden und Nienburg Abbauanträge gestellt. ( So war der ja wohl nicht gedacht.) Alle anderen Belange, wie Natur-, Landschafts- und Heimatschutz, erfahren leider allein dadurch eine Nichtbeachtung, die schon als sträflich bezeichnet werden muss! Appell an die Niedersächsische Landesregierung Dringenst ist hier ein intelligenterer, verantwortungvollerer, besonnenerer Umgang mit unseren Ressourcen und reizvollen Landschafts- und Naturräumen geboten! Dabei sind alle gefordert, auch und gerade die Rohstoffindustrie, die hier ohne Bedarfsnot in einer Art Tosrschlusspanik, innerhalb kürzester Zeit immer weitere Abbaugebiete einfordert, um ihre Pründe auf Kosten aller anderen Belange zu sichern. Eine Rohstoffindustrie, die uns weismachen will, dieses sei schon aus volkswirtschaftlichen Erwägungen dringend erforderlich und schon den Untergang des Abendlandes prophezeit, sollten ihre einseitigen Interessen nicht berücksichtigt werden und eine Freigabe von weiteren Abbaugebieten nicht geschehen. (Vollkommen überzogen!!!) Die Verorgung der niedersächsischen Wirtschaft mit Rohstoffen ist durch bereits erteilte Abbaugenehmigungen für Jahrzehnte sichergestellt. Ein weiterer Gesteinsabbau in Wesergebirge und Süntel verbietet sich schon wegen der eingans beschriebenen Bedeutung für die Tourismusregion Weserbergland. Die Luhdener Klippen, den Oberberg, den Möncheberg im Wesergebirge und das Dachtelfeld im Süntel für den Gesteinsabbau freizugeben ist darüber hinaus schon wegen der ökologisch bedeutsamen, naturschutzrechtlich höchst eingestuften Bewertung im FFH-Gebietsvorschlag, sowie in der Biotopkartierung landesweit zu schützender Bereiche gar nicht zu verantworten. Schon allein wegen der touristischen Bedeutung der Weserberglandregion sollte und muss in Zukunft den schutzwürdigen Belangen von Natur und Landschaft eine grössere Priorität gegenüber dem, gerade in jüngster Zeit fortschreitenden Rohstoffabbau eingeräumt werden. PS. Entscheidungen mit solcher Tragweite, wie die Festlegung von Rohstoffgewinnungsgebieten, die am “grünen Tisch” entschieden werden, dürfen nicht mehr und nicht länger ohne die Beteiligung der Menschen vor Ort getroffen werden. Ein Einschreiten im Interesse der Bürgerinnen und Bürger und damit Verweigerungen von Genehmigungen müssen möglich sein! Ausarbeitung und Vortrag von Elke Reineking, gehalten in Bad Münder im März 2003 vor dem CDU/FDP Umweltausschuss des Niedersächsischen Landtages siehe Aktionen
Wie alles begann: Aus einer tiefen Besorgnis heraus, dass unsere letzten verbliebenen Landschafts- und Erholungsräume in unserer Heimat auch noch dem Gesteinsabbau zum Opfer fallen, haben wir Menschen uns zu zusammengetan. Wir wollen die letzten Berge retten! Mit verschiedenen Aktionen wollen wir diesem Wunsch gegenüber der Landesregierung Nachdruck verleihen. Das Motto der Aktionsgemeinschaft Weserbergland lautet: “Von uns gibt es keinen einzigen Berg mehr!” ( Die Weserberge, die Region: Übersichtskarte) Angefangen hat alles damit, dass wieder weitere Vorranggebiete in Wesergebirge und Süntel auf der Prioritätenliste der Landesregierung zur Abstimmung standen. 7 von 10 vom Landesamt für Bodenforschung für den Bodenabbau vorgeschlagene Gebiete liegen in unserem Lebensraum in den Landkreisen Schaumburg und Hameln-Pyrmont: Die Luhdener Klippen, der Oberberg, der Möncheberg, der Riesenberg, das Dachtelfeld, der Mattenberg, der Ith. Auf Einladung der Bündnis 90/ Die Grünen Rinteln kam es zu einer Informationsveranstaltung auf der Burg Schaumburg am 8. Februar 2002 . Die Einladung fand unter dem Thema statt: Nicht am Dachtelfeld und auch nicht am Möncheberg! Denn auffällig blieb: Obwohl alle Landkreise und die direkt betroffenen Gemeinden ihre Ablehnung gegen die weiteren Planungen, was den Gesteinsabbau betrifft, bekundet haben, wollte und will die Landesregierung an diesen Vorhaben festhalten. Sehr schlimm wiegt auch die Erkenntnis, daß wir in der Bevölkerung in den beiden Landkreisen Schaumburg und Hameln-Pyrmont gegeneinander ausgespielt werden sollen, so wurde verschiedensten Akteuren in den jeweiligen Landkreisen unabhängig voneinander bedeutet. Seit bloß ruhig und macht da nichts weiter, sonst bauen sie bei Euch ab! Dabei liegen die möglichen Abbaugebiete alle direkt vor unserer Haustür in unserer gemeinsamen Region im Weserbergland, deren letzten Natur- und Erholungsräume im Süntel und Wesergebirge gleichermaßen wichtig sind. Wir wollen das nicht mehr! (Der Süntel ist auch unsere Heimat-Historisches Terrain mit der Grafschaft Schaumburg) Nach diesem Abend gründete sich landkreisübergreifend und überparteilich die Aktionsgemeinschaft Weserbergland.
Der Anlass In unserer Heimat, dem Weserbergland im Landkreis Schaumburg und Hameln-Pyrmont, touristisches Kleinod zwischen den Ballungszentren Hannover und Ruhrgebiet, sind wir der ständigen Bedrohung durch die Rohstoffindustrie ausgesetzt. Denn wir haben den Stein der für Sie einen kurzfristigen Riesengewinn verspricht. sind schon fast vollständig zerstört, die Kämme drohen sogar abzurutschen.Und nun auch noch das: Die Landesregierung von Niedersachsen hat eine Prioritätenliste mit möglichen Abbaugebieten herausgegeben. Ein Horrorkatalog für den Süntel und das Wesergebirge. Denn ganz oben auf dieser Wunschliste der Industrie stehen: Damit würde dann jeder Berg zwischen Süntel und Nordrhein-Westfälische Landesgrenze weggesprengt sein !
Zum Bericht zum Rohstoff-Forum Aktuelles rund um den Gesteinsabbau im Pressespiegel und siehe Die Aktuell-Seite
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