2006 Jahr der Naturparke!

    Zur Vorstellung des Naturparks Weserbergland Schaumburg-Hameln:

    WesergebirgeundSüntel
    ..
    Definition:
    Naturparke sind geschützte, durch langfristiges Einwirken, Nutzen und Bewirtschaften entstandene Landschaftsräume. Diese wertvollen  sollen in ihrer heutigen Form bewahrt werden und Besuchern zur Information und Erholung erschlossen werden.
    Naturparke unterliegen sowohl in, als auch  und der einem  reglementierten Gebietsschutz, der Teil des Naturschutzrechts ist.
    Naturparke in Deutschland
    Der Naturpark gehört zu den Möglichkeiten des gebietsbezogenen Naturschutzes, den das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) bereitstellt.
    .
    Definition von Naturparke in Deutschland
    In § 27 des BNatSchG wird festgelegt, dass Naturparks einheitlich zu entwickelnde und zu pflegende, großräumige Gebiete sind. Sie sollen auf überwiegender Fläche Landschafts- oder Naturschutzgebiete sein, eine große Arten- und Biotopenvielfalt aufweisen und eine durch vielfältige Nutzungen geprägte Landschaft aufweisen.

    In  Naturparken  wird eine dauerhaft umweltgerechte Landnutzung angestrebt und sie sollen wegen ihrer landschaftlichen Voraussetzungen besonders für die Erholung und für nachhaltigen Tourismus geeignet sein.

    Die zugrundeliegende Idee ist ein Schutz durch Nutzung, deshalb ist die Akzeptanz und die Beteiligung der Bevölkerung am Schutz der Kulturlandschaft und Natur sehr wichtig. Dabei sollen der Schutz der Natur und die Bedürfnisse von Erholungssuchenden so verknüpft werden, dass beide Seiten davon profitieren: nachhaltiger Tourismus mit Respekt vor dem Wert der Natur und Landschaft stehen im Vordergrund.

    Grundsätzlich sind hier alle Handlungen, Eingriffe und Vorhaben verboten, die dem Schutzzweck zuwiderlaufen.

     Naturparke sind bei der Bauleitplanung zu berücksichtigen und müssen in Bebauungsplänen dargestellt und beachtet werden. Man spricht hier von einer nachrichtlichen Übernahme. Sie sind verbindlich und können nicht etwa aufgrund eines übergeordneten Allgemeinwohls in der Abwägung überwunden werden.

    In der Bundesrepublik Deutschland bestehen (2003) 93 Naturparke (siehe Karte), die etwa 24% der Landesflächen einnehmen. Sie stellen einen wichtigen Baustein im Naturschutz dar und helfen, die landschaftlichen Schönheiten, Kulturlandschaften, und seltene Arten und Biotope zu erhalten und auch späteren Generationen zugänglich zu machen.

    Neben den Naturparken kennt das Bundesnaturschutzgesetz weitere Schutzmöglichkeiten, die mehr oder weniger rigide sind und unterschiedliche Zweckbestimmungen haben:

      • Besonderer Gebietsschutz: Naturschutzgebiete, Nationalparke, Biosphärenreservate, Landschaftsschutzgebiete,
      • Schutz einzelner Landschaftsteile: Naturdenkmale, geschützte Landschaftsbestandteile
      • Schutz von Arten und Biotopen: Biotopschutz
      • Europäische Schutzgebiete nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie zur Bildung eines europäischen Biotopverbundsystems Natura 2000
    In der Schweiz wird das entsprechende Schutzreglement Geschützte Landschaft genannt.
    (Quelle:WikipediaEnzyklöpädie)