|
|
|
Der Kahlenberg (146 m) ist ein Kameshügel im Möllenbecker Wald Stadt Rinteln
Zur Übersichtskarte hier klicken
Fotos / Beschreibung des Gebietes
Karte Abbau- Erweiterungsantrag
Besonderheit: Geotop Kameshügel
Das Hügelgrab
Merkwürdigkeiten
im Beteiligungsverfahren
Landesamt für Bodenforschung:
“Überkapazitäten bei Sand u. Kies”
Vom Antrag und Verfahren
Stellungnahmen/Briefe AGW zum Antrag
Vom Tarnen und Täuschen
30.Juni 09: Brief an Abgeordneten Edathy
Aktuell in der SZ am 2. Dezember 2009:
Reese plant Bodendeponie im Abbaugebiet!
Am 18.08.09: Nabu-Rinteln fordert nicht nur die Einziehung der K80 hier im Kameshügelland, sondern gleich auch
noch die Einziehung der K72 am Möncheberg - Kommentar AGW - Schaumburger Freunde: “... haben die Dimension noch nicht erkannt!” und die Bodenabbauer lachen sich ins Fäustchen! - Proteste
11. August 2009:
Klage gegen den Landkreis Schaumburg! Wie heute zu erfahren war, wird
ein direkter Anwohner, der namentlich nicht genannt werden möchte, gegen die Einziehung der Kreisstraße 70 im
Abbaugebiet Kameshügel-Kahlenberg und damit gegen den Landkreis Schaumburg Klage einreichen.
Klageberechtigt ist hier nur ein direkter Anwohner, der von der örtlichen Interessengemeinschaft (IG) dabei allerdings nach Kräften unterstützt wird. Für die Klage hat die
IG einen Klagefonds eingerichtet. Den Kläger vertritt ein Fachanwalt aus Hannover!
Die Ansprechpartner/Kontonummer erfahren Sie hier
Für Sie gelesen: SZ vom 30.Juni 2009:
Amtl. Bekanntmachung des Landkreises Schaumburg zur K80: Hier
Januar 2009: WGS Kritik
“Antwort des Landkreises völlig unzureichend” Schaumburger Zeitung
|
|
Jetzt auch das noch!Dieser einzigartige Berg (146 m) wird nichtmal an den Meistbietenden abgegeben.
|
|
Überkapazitäten bei Sand und Kies ! ...
Der Absatzmarkt für die deutsche Kies- und Sandindustrie schrumpft seit Jahren. Die sinkende Nachfrage hat
zu Überkapazitäten, fallenden Preisen und schärferem Wettbewerb geführt. Laut aktuellstem Rohstoffsicherungsbericht des Landesamtes für Bodenforschung führte dies zu Stagnation und
Rückgang beim Absatz, sowie zu Insolvenzen und Arbeitsplatzabbau in der Branche. Zugenommen habe einzig der Export von Sanden aus Niedersachsen in die Niederlande (die bei
Abbaugenehmigungen restriktiv vorgehen) Siehe Artikel hier eingefügt/Fakten folgend SZ 29.02.05:
... ein Grund (mehr) unsere Kameshügel zu erhalten?
Volkswirtschaftlich machen Expansionen wenig Sinn, denn längst sind die Überkapazitäten dermaßen
groß, dass Kieswerke aus der Region den überschüssigen Sand sogar als Füllmaterial verwenden! Das
Material, welches hier in den Hügeln angelagert wurde, ist unbestritten von guter Qualität. Sand und
Kies gibt es allerdings reichlich, diese Kames-Hügel bei uns sind dagegen hier einzigartig und wären unwiederbringlich verloren! Sie sind es wert, erhalten zu bleiben!
|
|
Foto und Beschreibung des Abbaugebietes und Erweiterungsantrages folgend:
Der Kahlenberg Kameshügel im Möllenbecker Wald Stadt Rinteln/Landkreis Schaumburg
Foto: Tobias Landmann Links liegt Möllenbeck, Links oben Krankenhagen, ganz oben das Extertal
Beschreibung
Südlich von Möllenbeck wird im früher zum Kloster gehörigen Staatsforst Feinsand gewonnen. Das hier
tätige Unternehmen hat es verstanden unter Mithilfe eines großen Bauindustriekonzerns sich über die
bereits seit 50 Jahren abgebaute Fläche hinaus, generationsübergreifend eventuelle Abbaurrechte für den
gesamten Bereich von Möllenbeck bis Krankenhagen zu sichern. Dieses gelang unter Mithilfe der Firma
Braas, die zu der Zeit noch ihren Firmensitz in Rinteln im Landkreis Schaumburg in Niedersachsen hatte
und in einer entsprechenden Petition darauf hinwies, dass sie gerade diesen Sand der Firma Reese
brauche, um die Produktion und den Standort nicht zu gefährden. Dieser Petition hatte man seitens des
Landes (Lobbyismus) LROP entsprochen - auch seitens des Landkreises, die diese wertvolle Fläche
daraufhin und aufgrund der Fürsprache dieser großen Firma, dessen Existenz man hier natürlich nicht gefährden wollte, in das RROP aufgenommen.
Kurz danach: Die Firma Braas verlegte ihren Hauptsitz und ist nicht mehr in der Region beheimatet, der
Hauptanteil an der Firma wurde an eine französische Firmngruppe Lafarge verkauft. Steuern sind
weggebrochen, Arbeitsplätze wurden bereits in größerem Umfang abgebaut. Heute erklärt die Firma Braas, sie sei auf speziellen Sand aus den Kameshügeln nicht mehr angewiesen.
Strukturwandel
In der gesamten Branche ist es zu einem heftigen Strukturwandel gekommen: Verkäufe, Beteiligungen,
Ankäufe, Zusammenschlüsse haben zu Großkonzernen geführt, die die gesamte Wertschöpfungskette
abdecken. (Oligopolstruktur -eine Marktform bei der wenige große Anbieter vielen Nachfragern
gegenüberstehen und die Anbieter die gesamte Wertschöpfungkette abdecken, egal wo deren Standort ist) Firma Reese tätigt Zukäufe
Weiteres Beispiel: Wie der jetzige Grosskonzern, die NNG -Norddeutsche Naturstein GmbH (100%
Tochter der Basalt AG, die wiederum eine 100 % Tochter der Werhahn KG ist), die seit zwei Jahren im
Wesergebirge und Süntel Hartgestein in unseren Berge abbaut und hier sämtliche Brüche betreibt, sowie
im gesamten Norddeutschen Raum bereits 22 Steinbrüche übernommen hat. Unter Anderem den Messingberg -
einer weiterer aktueller Konflikt in unserer Region
(Juli 2004): Die Firma Reese hat den Antrag gestellt, die aufgrund der damaligen Vorraussetzungen
eingetragene grossflächige Lagerstätte in ihrer Gesamtheit für den Abbau freizugeben (Gleichwohl sie noch
erhebliche genehmigte Flachen) und fordert dafür die entsprechende Genehmigung beim Landkreis
Schaumburg ein! Allerdings ist hierfür eine Löschung des Landschaftsschutzgebietes erforderlich. Sollte
der Kreistag Landkreis, die hierfür benötige Löschung des Landschaftsschutzgebietes tatsächlich
beschliessen und die Bedenken und geänderten Vorraussetzungen zu ehemalig möglicherweise der Firma
gegenüber gegebenen positiven Signale auf Genehmigung, ignorieren, wird damit der gesamte Kahlenberg
unwiederbringlich zerstört und es werden weitere 30 ha Waldfläche im Kameshügelland (Lipper Bergland) vernichtet werden. Vom Antrag und Verfahren
Bundestagswahl am 27.09.2009: Was können Wahlen noch bewirken?
|
|
Das Gebiet:
Besonderheiten: Es handelt sich hier um einen Bereich, der ursprünglich Naturschutzgebiet werden
sollte, hohe Bedeutung für die Naherholung hat und auch geologisch als eine kleinteilige, bewaldete Grundmöränenlandschaft (“Kames-Hügelland”), eine einzigartige Besonderheit
darstellt.
- Rote Linie:
Bereits 1986 weitere genehmigter und damit aus dem Landschaftsschutz entlassene Abbaufläche von 49 ha ( auf
insgesamt 119 ha) - man sieht hier auch, welche Fläche davon noch nicht in Anspruch genommen wurde.
- Dünkelgrün: Die schon 1986 von der Bezirksregierung zur Festlegung als Naturschutzgebiet vorgesehenen Bereiche der
Kameshügel.
- Rot gestrichelt:
Die 2004 vom Kieswerkbetreiber beim Landkreis Schaumburg beantragte Fläche ( 30 ha Buchenwald ) zur
Sicherung als weiteres Gewinnungsgebiet.
- Gelb: Die Kreisstraße 80
Geotopvorstellung
Die Kames von Krankenhagen
Geotope sind Dokumente der Erdgeschichte, Schlüsselstellen der Natur, die Aufschluss über die Entwicklung
des Planeten geben. “Ihr Schutz ist daher von besonderer Bedeutung, da ein einmal zerstörtes Geotop meist
nicht oder nur mit sehr großem Aufwand wiederhergestellt werden kann”, heisst es auf der Internet-Seite des
Niedersächsischen Landesamtes für Bodenforschung. Der Schutz der unbelebten Natur habe gegenüber dem
Biotopschutz in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen - Grund dafür sei auch die Eignung von Geothemen
für nachhaltigen Tourismus. Das Landesamt hat eine Liste der schutzwürdigen Geotope in Niedersachsen aufgestellt - aufgeführt werden auch die Kameshügel von Krankenhagen und Möllenbeck.
Die kuppigen Kames sind Hinterlassenschaften der Eiszeit, eine Sonderform der Endmöräne: Schmelzwasser,
das von den Eisplatten wegen anderer Eisränder oder morphologischer Hindernisse nicht abfliessen kann, staut
sich und schichtet abgelagerte Sande und Kies auf. Neben den Ausschmelzprodukten lagern sich größere
Eisblöcke in den Kames ab - so genanntes “Toteis”, das langsamer schmilzt als die Eisplatten und Hohlräume
bildet, deren Einsturz die kuppige Hügelform entstehen lassen. Vor rund 200 000 Jahren erstreckte sich das
Inlandseis von Skandinavien bis in unsere Region, der Eisrand versperrte der Weser den Durchfluss durch die
Porta. Als die Temperaturen wieder stiegen und das Eis schmolz, zerfiel das Inlandseis - aus den
Schmelzwässern und Sedimenten der Weser lagerte sich das Sand- und Kiesvorkommen der Kames bei Porta Westfalica/Möllbergen und Krankenhagen ab. Frank Werner
Hügelgrab in Gefahr!
Genehmigt der Landkreis Schaumburg den Erweiterungsantrag des Kieswerks Reese, gibt er nicht nur eine
einzigartige Landschaft zum Abbau frei, sondern auch eine achäologische Fundstätte. Im Erweiterungsgebiet liegt
ein über 2500 Jahre altes Hügelgrab. Die Grabstätte aus der Eisenzeit (etwa 700 v.C.) würde durch eine
Erweiterung des Abbaus vernichtet. Eine Versetzung des Grabhügels, wie 2001 bei einem Behördentermin
diskutiert, ist unmöglich. Die offizielle Stellungnahme der Oberen Denkmalschutzbehörde steht noch aus. “Wir
sollten nicht so ohne weiteres darauf verzichten. In jüngster Zeit wurden schon genug achäologische Relikte zerstört”. Hermann-Jürgen Rinne (Beauftragter für die achäologische Denkmalpflege)
|
|
Aus dem Beteiligungsverfahren:
Merkwürdigkeiten im Beteiligungsverfahren unter Anderem:1. Die Kreisverwaltung verkündigt am 24.Juni 2004
bereits die Entscheidung gegen den Landschaftserhalt und für eine Genehmigung, gleichwohl das öffentliche Beteiligungsverfahren noch gar nicht beendet ist. 2. Der Landkreis signalisiert
öffentlich, dass der Kreistag auch seine Zustimmung geben wird und zwar so schnell wie möglich. (Anm. Kritik an Sorgfaltspflicht, denn damit können ja Stellungnahmen, Aspekte, und
Konflikte u die sich möglicherweise erst im abschliessenden Erörterungstermin ergeben und durch die UVP-Prüfung u.A. ergeben haben, keine Berücksichtigung mehr finden. 3. Auch veränderte
Sachverhalte und Bedenken, die sich aus der politischen Entscheidungsfindung und aus den Sachverhalten in den Fachausschüssen ergeben haben könnten, können damit keine Berücksichtigung
mehr bei der nötigen politischen Abstimmung zur nötigen Aufhebung des Landschaftsschutzgebietes im Kreistag finden. siehe dazu Aktuell Nov.2008:
Wurde der Kreistag getäuscht?
Expansion der Firma Reese::
|
|
Vom Antrag und dem eingeleiteten Verfahren:
Am 17.Juli 2004 wendet sich die Firma mit ihrem Anliegen an den Landkreis Schaumburg! Sie möchte die
Genehmigung für den dann ganzen Kahlenberg zu erweitern(Karte Das Gebiet)
30 ha Buchenwald sind betroffen
Große Aufregung bei den BürgerInnen als dieser Antrag bekannt wird. Genehmigung hätte katastrophale Folgen
für das Landschaftbild, die Natur- und Erholungsräume für die Bevölkerung und für den Tourismus! Widerstand formiert sich Hier klicken
Mit Schreiben vom 03.09.08 erteilt der Landkreis Schaumburg der Firma Reese die Genehmigung zum Abbau des ganzen Kameshügels Kahlenberg.
Aber:
Aktuell Nov 08/Feb 09: Viele Fragen noch offen und ungeklärt! Hier Klicken
|
|
Der Naturpark Weserbergland Schaumburg Hameln Hier klicken
|
|
|
Öffentliche Bekanntmachung
Landkreis Schaumburg, Der Landrat, AZ.: 664221/K80 Stadthagen, den 22.06.2009
Allgemeinverfügung
Einziehung einer Straße
I. Aufgrund des § 8 Abs. 1, Satz 1 des Niedersächsischen Straßengesetzes (NStrG) in der Fassung vom
24.09.1980 (Nds. GVBI. S.359), zuletzt geändert durch Gesetz vom 25.11.2007 (Nds.GVBI. S. 661), wird die in den Gemarkungen Möllenbeck und Krankenhagen, Landkreis Schaumburg
verlaufende Kreisstrasse Nr. 80 von km 1,225 bis km 5,800 als öffentliche Straße mit Wirkung zum 31.12.2011 eingezogen. Die Einziehung ist aus Gründen des Wohls der Allgemeinheit
erforderlich.
II. Rechtsbehelfbelehrung:
Gegen diese Allgemeinverfügung kann innerhalb eines Monats, gerechnet vom Tage der Bekanntgabe ab, Klage
beim Verwaltungsgericht Hannover, Eintrachtweg 19, 30173 Hannover erhoben werden. Die Klage wäre schriftlich oder mündlich zur Niederschrift des Urkundsbeamten bei der Geschäftsstelle
dieses Gerichts zu erhebn. Sie wäre gegen den Landkreis Schaumburg zu richten.
III. Hinweise:
1. Diese Allgemeinverfügung gilt 2 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung als bekannt gegeben.
2. Die Allgemeinverfügung und ihre Begründung kann beim Landkreis Schaumburg in Stadthagen, Jahnstraße 20
im Raum 320 während der Dienststunden eingesehen werden.
Im Auftrag gez.Fritz Klebe
|
|
|
|
|
Der Kahlenberg,Kames
Zur Übersichtskarte der Region
Die Kameshügel im Möllenbecker Wald Hier: Karte/ Fotos / Beschreibung des Abbaugebietes
Vom Tarnen und Täuschen der Öffentlichkeit - Bericht
Merkwürdigigkeiten im Beteiligungsverfahren unter anderem: Die Kreisverwaltung verkündigt am 24.Juni bereits die Entscheidung gegen den Landschaftserhalt gleichwohl das öffentliche Beteiligungsverfahren noch gar nicht beendet ist und signalisiert öffentlich, dass der Kreistag auch seine Zustimmung geben wird und das so schnell wie möglich. (Anm. Kritik an Sorgfaltspflicht, denn damit können ja Stellungnahmen, Aspekte, und Konflikte u die sich möglicherweise erst im abschliessenden Erörterungstermin ergeben und durch die UVP-Prüfung u.A. ergeben haben könnten keine Berücksichtigung, auch bei einer politschen Entscheidung und sachlichen Behandlung in den Fachausschüssen mehr finden!)
- Merkwürdig auch: Verhalten des Antragstellers!
- .

-

- 23.09.04: Reese kauft Pampel
29.02.05: Verdrängungswettbewerb in der Branche:
siehe auch unten Fakten
- .
- Überkapazitäten bei Sand und Kies ! ...
- Der
Absatzmarkt für die deutsche Kies- und Sandindustrie schrumpft seit Jahren. Die sinkende Nachfrage hat zu Überkapazitäten, fallenden Preisen und schärferem Wettbewerb geführt. Laut aktuellstem Rohstoffsicherungsbericht des Landesamtes für Bodenforschung führte dies zu Stagnation und Rückgang beim Absatz, sowie zu Insolvenzen und Arbeitsplatzabbau in der Branche. Zugenommen habe einzig der Export von Sanden aus Niedersachsen in die Niederlande (die bei Abbaugenehmigungen restriktiv vorgehen) Siehe Artikel über Fakten folgend.
... ein Grund (mehr) unsere Kameshügel zu erhalten?
Volkswirtschaftlich machen Expansionen wenig Sinn, denn längst sind die Überkapazitäten dermaßen groß, dass Kieswerke aus der Region den überschüssigen Sand sogar als Füllmaterial verwenden! Das Material, welches hier in den Hügeln angelagert wurde, ist unbestritten von guter Qualität. Sand und Kies gibt es allerdings reichlich, diese Kames-Hügel bei uns sind dagegen hier einzigartig und wären unwiederbringlich verloren!
Sind sie es wert , erhalten zu bleiben oder nicht?
Vom Antrag und dem eingeleiten Verfahren:
Am 17.Juli 2004 wendet sich die Firma mit ihrem Anliegen auf Expansion an den Landkreis Schaumburg!
- 17.März 2005: Stadt Rinteln - Rintelner Rat lehnt Kieswerkexpansion im Kames-Hügelland ab! Der Abbau der Firma soll die bereits
genehmigten Grenzen nicht überschreiten.
- 11.Juni 05: Der Landkreis Schaumburg als Untere Naturschutzbehörde empfiehlt dem Kreistag den vollständigen Abbau zu genehmigen, die vorgebrachten Bedenken und die veränderten Vorausetzungen, die vielleicht zu ehemals gegebenen Zusagen - schon vor einem einzuleitenden Beteiligungsverfahren ? - geführt haben mögen, zu ignorieren! Diese veränderten Voraussetzungen werden in der Kreistagsvorlage nicht genannt,
wie auch für am Verfahren Beteiligte aus einem Pressebericht zu erfahren ist. Mehr dazu hier
- Damit liegt
eine Entscheidung bei den gewählten Vertretern der Bürgerinnen und Bürger im Kreistagsparlament, die darüber zu befinden haben: Ist diese Landschaft in ihrer Ursprünglichkeit hier schutzwürdig, Ja oder Nein ? Ignorieren auch wir die geänderten Vorausetzungen und die Interessen der Rintelner, Ja oder Nein?.
Konsequenz:
Hebt der Landkreis den Landschaftsschutz auf, wird der Kahlenberg wohl ganz abgebaut und weitere 30 ha Buchenwald abgeholzt werden. Damit wäre weiterer Natur- und Erholungsraum und Zeugen einer ursprünglichen Landschaft unwiederbringlich verloren. Die Aktionsgemeinschaft nimmt am 22.09.04 dazu folgendermaßen Stellung: Rohstoffsicherung in Rinteln um jeden Preis!?
“Rohstoffgewinnung und die Folgen für das Weserbergland” Zusammenfassung hier
Das Gebiet:
- Rote Linie: Bereits 1986 weitere genehmigter und damit aus dem Landschaftsschutz entlassene Abbaufläche von 49 ha
( auf insgesamt 119 ha) - man sieht hier auch, welche Fläche davon noch nicht in Anspruch genommen wurde.
- Dünkelgrün: Die schon 1986 von der Bezirksregierung zur Festlegung als Naturschutzgebiet vorgesehenen Bereiche der Kameshügel.
- Rot gestrichelt:
Die 2004 vom Kieswerkbetreiber beim Landkreis Schaumburg beantragte Fläche zur Sicherung als weiteres Gewinnungsgebiet.

- ...
Der Kahlenberg
Kames Hügelland , Möllenbeck, Krankenhagen/ Stadt Rinteln-Landkreis Schaumburg
Foto vom 16.05.2000
Hintergrund - Beschreibung -
- Südlich von Möllenbeck wird im früher zum Kloster gehörigen Staatsforst Feinsand gewonnen. Das hier tätige Unternehmen hat es verstanden unter Mithilfe eines großen Bauindustriekonzerns sich über die bereits seit 50 Jahren abgebaute Fläche hinaus, generationsübergreifend eventuelle Abbaurrechte für den gesamten Bereich von Möllenbeck bis Krankenhagen zu sichern. Dieses gelang unter Mithilfe der Firma Braas, die zu der Zeit noch ihren Firmensitz in Rinteln im Landkreis Schaumburg in Niedersachsen hatte und in einer entsprechenden Petition darauf hinwies, dass sie gerade diesen Sand der Firma Reese brauche, um die Produktion und den Standort nicht zu gefährden. Dieser Petition hatte man seitens des Landes (Lobbyismus) LROP entsprochen - auch seitens des Landkreises, die diese wertvolle Fläche daraufhin und aufgrund der Fürsprache dieser großen Firma, dessen Existenz man hier natürlich nicht gefährden wollte, in das RROP aufgenommen.
- Kurz danach: Die Firma Braas verlegte ihren Hauptsitz und ist nicht mehr in der Region beheimatet, der Hautanteil an der Firme wurde an eine französische Firmangruppe verkauft. Steuern sind weggebrochen, Arbeitsplätze wurden bereits in größerem Umfang abgebaut. Heute erklärt die Firma Braas, sie sei auf speziellen Sand aus den Kameshügeln nicht mehr angewiesen.
- In der gesamten Branche
ist es zu einem heftigen Strukturwandel gekommen: Verkäufe, Beteiligungen, Ankäufe, Zusammenschlüsse haben zu Großkonzernen geführt, die die gesamte Wertschöpfungskette abdecken. (
Oligopolstruktur -eine Marktform bei der wenige große Anbieter vielen Nachfragern gegenüberstehen und die Anbieter die gesamte Wertschöpfungkette abdecken, egal wo deren Standort ist)
- Wie der jetzige Großkonzern,die NNG -Norddeutsche Naturstein GmbH, die seit zwei Jahren im Wesergebirge und Süntel Hartgestein in unseren Berge abbaut und hier sämtliche Brüche betreibt, sowie im gesamten Norddeutschen Raum bereits 22 Steinbrüche übernommen hat - hier siehe Link 7 Berge
-
(Juli 2004): Die Firma hat jetzt den Antrag gestellt, die aufgrund der damaligen Vorraussetzungen eingetragene großflächige Lagerstätte in ihrer Gesamtheit für den Abbau freizugeben (Gleichwohl sie noch erhebliche genehmigte Flachen siehe Karte -abbauen kann, aber sicher ist sicher) und fordert dafür die entsprechende Genehmigung beim Landkreis Schaumburg ein! Allerdings ist hierfür eine Löschung des Landschaftsschutzgebietes erforderlich. Sollte der Kreistag Landkreis, die hierfür benötige Löschung des Landschaftsschutzgebietes tatsächlich beschließen und die Bedenken und geänderten Vorrausetzungen zu ehemalig möglicherweise der Firma gegenüber gegebenen positiven Signale auf Genehmigung, ignorieren, wäre damit wohl der gesamte Kahlenberg unwiederbringlich zerstört und es würden weitere 30 ha Waldfläche im Kameshügelland vernichtet werden.
Stellungnahmen der Aktionsgemeinschaft-Schaumburger Freunde zum Antrag der Firma Kieswerk Reese auf Erweiterung der Bodenabbaugenehmigung folgend:
- .
- .
- Besonderheit
- Es handelt sich hier sogar um einen Bereich, der zunächst Naturschutzgebiet werden sollte,
- hohe Bedeutung für die Naherholung hat und auch geologisch als eine kleinteilige, bewaldete Grundmöränenlandschaft (“Kames-Hügelland”), eine einzigartigeBesonderheit darstellt.
- Geotopvorstellung von Frank Werner:
- Die Kames von Krankenhagen
- Geotope sind Dokumente der Erdgeschichte, Schlüsselstellen der Natur, die Aufschluss über die Entwicklung des Planeten geben. “Ihr Schutz ist daher von besonderer Bedeutung, da ein einmal zerstörtes Geotop meist nicht oder nur mit sehr großem Aufwand wiederhergestellt werden kann”, heisst es auf der Internet-Seite des Niedersächsischen Landesamtes für Bodenforschung. Der Schutz der unbelebten Natur habe gegenüber dem Biotopschutz in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen - Grund dafür sei auch die Eignung von Geothemen für nachhaltigen Tourismus.
- Das Landesamt hat eine Liste der schutzwürdigen Geotope in Niedersachsen aufgestellt - aufgeführt werden auch die Kameshügel von Krankenhagen und Möllenbeck.
- Die kuppigen Kames sind Hinterlassenschaften der Eiszeit, eine Sonderform der Endmöräne:
- Schmelzwasser, das von den Eisplatten wegen anderer Eisränder oder morphologischer Hindernisse nicht abfliessen kann, staut sich und schichtet abgelagerte Sande und Kies auf. Neben den Ausschmelzprodukten lagern sich größere Eisblöcke in den Kames ab - so genanntes “Toteis”, das langsamer schmilzt als die Eisplatten und Hohlräume bildet, deren Einsturz die kuppige Hügelform entstehen lassen.
- Vor rund 200 000 Jahren erstreckte sich das Inlandseis von Skandinavien bis in unsere Region, der Eisrand versperrte der Weser den Durchfluss durch die Porta.
- Als die Temperaturen wieder stiegen und das Eis schmolz, zerfiel das Inlandseis - aus den Schmelzwässern und Sedimenten der Weser lagerte sich das Sand- und Kiesvorkommen der Kames bei Prota Westfalica/Möllbergen und Krankenhagen ab.
Negative Auswirkungen:
- Pflanzen: Verschwunden
- Wald: alte Buchenbestände gefällt
- Geplantes Naturschutzgebiet: nicht berücksichtigt
- Wanderwege: nicht mehr da, da sie durch den jetzigen Bruch führen
- Kreisstraße: wird wohl verlegt werden, da mitten durch das geplante Erweiterungsgebiet
- Boden: verbraucht
- Einzigartige Landschaft: unwiederbringlich zerstört
- Weitere Besonderheit:
- Hügelgrab in Gefahr!
- Genehmigt der Landkreis Schaumburg den Erweiterungsantrag des Kieswerks Reese, gibt er nicht nur eine einzigartige Landschaft zum Abbau frei, sondern auch eine achäologische Fundstätte.
- Im Erweiterungsgebiet liegt ein über 2500 Jahre altes Hügelgrab.
- Die Grabstätte aus der Eisenzeit (etwa 700 v.C.) würde durch eine Erweiterung des Abbaus vernichtet.
- Eine Versetzung des Grabhügels, wie 2001 bei einem Behördentermin diskutiert, ist unmöglich.
- Die offizielle Stellungnahme der Oberen Denkmalschutzbehörde steht noch aus.
- “Wir sollten nicht so ohne weiteres darauf verzichten. In jüngster Zeit wurden schon genug achäologische Relikte zerstört” ,
Hermann-Jürgen Rinne (Beauftragter für die achäologische Denkmalpflege)
Weitere Infos vom Landesamt für Bodenforschung: Fakten: Überkapazitäten bei Sand und Kies!
Zurück nach oben
Nach aktuellem Bergrutsch am Messing(s)berg, die von der AG Weserbergland herausgegebene Presseerklärung vom 28. Januar 2005 können Sie hier einsehen! Zum Thema Rohstoffgewinnung im Naturpark.Weserbergland Schaumburg-Hameln
Gleichzeitig setzen wir uns dafür ein.......
.
|
|
|