Erneuert  am 20. Februar 2004, schon einmal herausgegeben am 2.Juli 2002

     

    Gefahrenabwehr durch Wegsprengen

    Wohin Entgegenkommen, Vertrauen und Kompromissbereitschaft in Aussagen von Industrieunternehmen und Gefälligkeitsgutachten führen können, dafür ist die Wülpker Egge auf Nordrhein-Westfälischem Landesgebiet ein Paradebeispiel im negativsten Sinn.

    Jahrelang wurden hier offensichtlich falsche Gutachten präsentiert, mühevoll ausgehandelte Kompromisse immer wieder über den Haufen geworfen, engagierte Umweltschützer und heimatverbundene Weserbergländer ausgetrickst, indem man geschickt an das Gewissen der BürgerInnen appellierte, doch ja nicht die Interessen der Allgemeinheit aus den Augen zu verlieren. Von wegen!

    Zur kurzfristigen Sicherung von Pfründen einiger weniger Handelnder in der Steinbruchindustrie wird selbst ein Verlust von demokratischen Grundwerten in Kauf genommen. (Oder wird der Bürger überhaupt noch gehört?)

    Wie man seitens der Barbara Rohstoffbetriebe angesichts der Interessenschieflage es immer wieder geschafft hat, politische Mehrheiten für weitere Genehmigungen, sei es zur Einlagerung von Giftstoffen oder sei es für den Tagebau, zu bekommen, kann wohl nur spekuliert werden und wird wohl ein Rätsel bleiben.

    Die heimatverbundenen BürgerInnen sollen wieder mal ausgetrickst und vor vollendete Tatsachen gestellt werden: Wald weg! Berg weg und dann erst Werk weg!

    Der über alle Maßen geschundene Berg wehrt sich mit einem Kammabrutsch, um sich eine Widerlager zu schaffen und zeigt damit den einzigen Weg auf, der zur „Gefahrenabwehr“ noch möglich ist, um einer endgültigen Katastrophe zu entgehen: Absperren und endlich in Ruhe lassen. (Werk weg)

    Die Aktionsgemeinschaft Weserbergland unterstützt die Bemühungen und gesellschaftlichen Kräfte, die sich für den Erhalt und den Schutz unserer noch verbliebenen Landschaftsteile in Süntel und Wesergebirge einsetzt. Beim Gesteinsabbau muss endlich Schluss sein! Von uns gibt es keinen einzigen Berg mehr!