Leserbrief ersch. in der Schaumburger Zeitung und der Landeszeitung am 15.01.05      

 

“Alles leere Versprechungen!”

- zu den einfach unglaublichen Geschehnissen am Messingberg

Nun ist es also raus: das Gutachten von Professor Krauter gibt dem Messingsberg keine Chance mehr und schon soll auch noch der letzte Felsbrocken zu Geld und der letzte Rest eines ehemals intakten Stücks Natur plattgemacht werden.

Was hat man weit vor der Expo für ein schönes Szenario für den Messingsberg entwickelt. Da geisterten Pläne für eine Freizeittlandschaft durch die Köpfe. Wassersportler, Kletterer, Wanderer - alle sollten trotz weiterlaufenden Steinbruchbetriebes zu ihrem Recht kommen. Gar nicht zu reden von der Vielzahl neu entstehender Arbeitsplätze für die Einwohner der anliegenden Gemeinden.

Mit Ausnahme einer vollkommen widernatürlichen teuren Konstruktion aus Glas und Stahl bleiben nur Trümmer. Und genau in dieser Situation, in der das Versagen von Planern und Gutachtern offensichtlich wird, steigen Politiker und Unternehmer wieder in die Bütt und blasen zur Wiederaufnahme des Abbaubetriebes. Immerhin setzt man sich eine Schamfrist bis März.

Und danach? Von der schamlos ausgebeuteten und zerstörten Natur mal abgesehen - wie steht es denn um die Sicherheit der im Steinbruch beschäftigten Menschen? Was passiert eigentlich, wenn der Berg sich nicht in die ihm per neuen Gutachten vorgegebenen Richtung verabschiedet? Kann man denn bei der vorhandenen tiefen Spaltenbildung ein Abrutschen auf die Südseite und damit Richtung Steinbergen wirklich endgültig ausschliessen?

Es ist genug passiert. Man sollte aus Schaden klug werden und den Abbau endgültig einstellen. Das dürfte auch den Betreibern entgegenkommen; hat doch der böse Berg eine Menge schmutziges Gestein von sich geschüttelt, das noch nicht einma in einer verarbeitungsfreundlichen Gösse angerauscht kam.

Armin Claus , Rinteln am 13.01.2005

Eine Seite der   Aktionsgemeinschaft Weserbergland-Schaumburger Freunde