Leserbrief in der Schaumburger Zeitung am 15.November 2003

 

Zum Abbau im Papenbrink/ Wesergebirge : „ Bergwerksglück

Sanfter Abbau? Aussage macht sprachlos

Die Aussage des Betreibers, es handele sich hier um einen ökologischen und sanften Abbau, macht sprachlos. Die Fakten sprechen eine andere Sprache, der Rahmenbetriebsplan – vorerst auf 15 Jahre ausgelegt – benennt einen unterirdischen Abbau von 7,5 Millionen Tonnen Gestein, welcher per LKW über die Straßen rollt.

Einer Verlagerung über die Schiene, wie von Rinteln gefordert, wurde nicht entsprochen. Porta Westfalica fordert von dem Betreiber noch immer eine vollständige Rekultivierung zur Wiedernutzbarmachung des Steinbruchs. Das „Sich-selbst-preisen“ des Ausschlusses von Einbringen von Versatz kann nur unter dem Nachhaltigkeitsfaktor betrachtet werden; wer sagt uns, was in einen Folgebetriebsplan einfließt?

Nur unter massiven Protesten der Öffentlichkeit wurde hier vor Jahren das Einbringen von Versatz gestoppt!

Todenmann wird durch den Abtransport von 80 bis 100 LKW mit einem Kaliber von je 20 Tonnen Zwölfstündlich belastet, bei dementsprechenden Lärmemissionen und Gefahrenpotenzialen für die eh schon gebeutelten Radfahrer und Fußgänger. Anträge auf Sanierung und Erstellung eines Rad-Gehweges werden seit Jahren verworfen. Weiter südlich ist ein Tonabbau mit einem Output von 900 000 Kubikmeter geplant, auch sind die Auswirkungen der A2 trotz Lärmschutz erheblich.

Es kann nicht angehen, dass Genehmigungen erteilt werden und bei der Infrastruktur der Staus Quo festgeschrieben wird.

Klaus Helmentag, Todenmann

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