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“Brutale Vergewaltigung der Natur”
“Der Berg ruft nicht mehr - er kommt gleich selbst vorbei”
- die Natur antwortet in diesen Tagen drastisch auf den Raubbau an ihr.
Mit Hilfe so genannter “Gutachten” setzten Bodenabbauunternehmer ihre Gewinninteressen gegenüber der Allgemeinheit schonungslos durch.
Heute rutscht der Messingberg, morgen verändert sich vielleicht das
Kleinklima an der Hohenroder Seenplatte und übermorgen fallen die städtischen Brunnen in den Weserwiesen durch den geplanten Kiesabbau in Möllenbeck trocken.
Gutachter haben dann immer vorher versucht, die jeweilige Katastrophe
wegzureden, und wenn sie dann doch eintritt - in der SZ heißt das dann “Die innere Dynamik des Berges haben Geologen und Gutachter fatal unterschätzt” - trägt die Folgekosten für die Umwelt ja der
Steuerzahler. Was kann auch der Bodenabbauunternehmer dafür, wenn sich die Natur nicht an seine Gutachten hält?
Zum Messingberg drängen sich Fragen auf: Wieso wurde überhaupt ein Abbau
mit Steinwand - und nicht terrassenförmig mit so genannten “Bermen” zugelassen? Ist die Planung der stehen gebliebenen Bergkulisse - Abbau bis 50 Meter an den Bergrücken - jetzt Makulatur? Was nützt ein Freizeitpark
“Jahrtausendblick”, wenn man rundherum nur brutale Vergewaltigung der Natur sieht?
Es nützt unserer Stadt nichts, immer neue Messen und Märkte auf dem
Marktplatz zu eröffnen, wenn wir ringsherum die Zerstörung unserer Landschaft tatenlos zulassen.
Beim Messingberg wird nicht mehr viel zu retten sein - um so wichtiger
ist es, weitere Eingriffe in Naturschutzgebiete wie den geplanten Bodenabbau der Firma Reese in Möllenbeck zu verhindern. Wenn hier über eine Art Salamitaktik versucht wird, den Bodenabbau in Teilabschnitten
zuzulassen - die Schönredner nennen das dann “Reduzierung der geplanten Abbaufläche” - dann ist wohl die Durchführung eines Bürgerbegehrens auf Kreisebene geboten -
denn von unserer Landschaft leben wir alle.
Gert Armin Neuhäuser, Rinteln
Aktionsgemeinschaft Weserbergland - Schaumburger Freunde Über uns
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Leserbrief in der Schaumburger Zeitung am 31.März 2007
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- zum Bericht im Pressespiegel vom 22.März:
- NNG will den gesamten Kamm abbauen
Es geht um Abbauerweiterung
50 Jahre Staub und Abbaulärm, die nicht nur
wie bisher im Auetal, sondern in Zukunft auch in Steinbergen zu sehen und zu hören sein werden. Dazu ein verschandelter Berg, der sich zukünftig nicht mal mehr naturtouristisch nutzen
ließe, wie zum Beispiel vom NABU äußerst konstruktiv vorgeschlagen wurde. Das sind zumindest die Aussichten, die uns hier zum Messingsberg präsentiert werden.
Mir ist es auf jeden Fall lieber, alle paar
Jahre ein kurzzeitiges Grummeln zu vernehmen, wenn wieder mal ein Teil des Kammes abbricht, als der Luft- und Lärmverschmutzung durch den ständigen Abbau und Abtransport des Kammes
ausgesetzt zu sein.
Immerhin erwähnt Professor Krauter laut
diesem Artikel fast beiläufig, dass ein Absperren des Messingsberges auch möglich wäre.
Das liegt natürlich nicht im Interesse der
Abbaufirma. Da würde ihr doch ein gehöriger Gewinn durch die Lappen gehen. Wenn wir wenigstens am Gewinn beteiligt würden, indem die Firma ihre Steuern in der Region abliefert und eine
Vielzahl neuer Arbeitsplätze entstehen würde. Weit gefehlt, der Firmensitz liegt in Sachsen-Anhalt, die Konzernspitze ist noch weiter entfernt - und es ist eher mit einem Abbau von
Arbeitsplätzen durch weitere Rationalisierungen zu rechnen.
Die Natur und die Ressourcen unserer Kinder
werden allerdings vor unserer Haustür zerstört. Man sollte doch mal vorschlagen, den Berg möglichst behutsam zu sprengen und anschließend sich selbst zu überlassen. Die Natur würde sich
die Flächen schnell zurückholen und nicht erst nach 50 plus x Jahren.Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass der Abbau des Kammes 50 Jahre dauern soll und Professor Krauter eine
Standfestigkeit des Bergreststumpfes (Steinzeichen bis Tiefenhöhle) für genau diesen Zeitraum als sicher annimmt. Man darf schon jetzt darüber spekulieren, welche Argumente in 50 Jahren
dazu führen sollen, auch noch diesen letzten Rest abbauen zu dürfen.
Darf es heute noch sein, dass die Natur
deraertig zerstört wird und die Interessen der örtlichen Bevölkerung so eklatant missachtet werden? Zum Glück scheint nun wenigstens das Schreckgespenst der Sicherheitskatastrophe und
irgendwelcher Mahnmaltheorien vom Tisch zu sein, und wir können uns dem tatsächlichen Anliegen der NNG widmen. Hier noch einmal deutlich: Es geht am Messingsberg um eine Abbauerweiterung
und um nichts anderes.
Kathy Büscher, Rinteln
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Leserbrief in der Schaumburger Zeitung am 21.April 2007
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- zum Bericht vom 22. März 2007
- NNG will den gesamten Kamm abbauen
Finger weg von der Kammlinie
Na, das hat die
Norddeutsche Naturstein GmbH (NNG) ja wieder prima hinbekommen, solange durch Sprengungen abgesichert, bis dann doch leider wieder alles zusammenbricht.
Vorbild im eigenen Hause war hier wohl die Wülpker Egge. Diesem Beispiel folgend soll dann wohl doch der ganze Messingsberg abgebaut werden, um auch hier noch
den letzten Stein zu Geld zu machen. Dass auf diesem Weg die Kammlinie geopfert werden soll, wird von der NNG mal eben am Rande eingeräumt.
Wenigstens ist
jetzt das Vorhaben der NNG offensichtlich. Entgegen der Bedenken der Kommunalpolitik und der Naturschutzverbände, die sich fast geschlossen gegen den Abbau
ausgesprochen haben, hat man hier wohl schon den Verlust der Kammlinie eingeplant. Schließlich möchte man einen Abbauantrag auch entgegen allen Bedenken
durchziehen. Das Ganze ohne ein Anzeichen von schlechtem Gewissen gestützt von Gutachten, die nicht besser ins Bild passen könnten.
Da bleibt mir nur
die Hoffnung, dass die genannten Kommunalpolitiker ihr Wort halten und es schaffen, den Abbau zu verhindern. Gleichzeitig richte ich die Bitte an sie, eben
genau das zu tun.
Wir haben die
Wahl zwischen dem Opfern des Messingsberges für den Profit Einzelner oder dem Erhalt eines wertvollen Stücks Natur für uns und unsere Nachwelt, nicht zuletzt
im Sinne des Naturschutzes. Meine Wahl ist getroffen!
Stefan Vollmer, Rolfshagen
STOPP
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