Löcher in der Landschaft

Riesenbergsteinbruch im Süntel (bis 1977 Kreis Grafschaft Schaumburg, jetzt Landkreis Hameln-Pyrmont)

Dieser Berg grenzt unmittelbar an das Dachtelfeld und das Naturschutzgebiet Hohenstein. Es ist zu befürchten, daß durch die gerade ausgesprochene enorme flächenmäßige Erweiterungsgenehmigung eine weitere erhebliche Störung des Naturhaushalts Süntel enstehen wird

Foto oben: Tobias Landmann, 28.05.03

Foto unten:An der Abbruchkante vom Forsthaus Langenfeld kommend Foto:Elke Reineking, 25.02.03

Besonderheiten

  • Man versucht, trotz dieses schrecklichen Kraters, diesen Steinbruchbetrieb in das touristische Entwicklungsprogramm , welches sich eigentlich auf den hier noch vorhandenen Naturraum und Landschaft stützt, miteinzubeziehen
  • So hat konnte man die die Schillathöhle und die Riesenberghöhle (Tropfsteinhöhlen), die durch die Sprengungen entdeckt wurden,durch bewunderswertes Engagement von Einzelnen vor einer Zerstörung retten können. Die Schillathöhle ist zur Besichtung für Besucher geöffnet worden
  • Die heutige Betreibergesellschaft (BG) ist die NNG, Norddeutsche Naturstein GmbH, (früher gehörte der Bruch zu den Schaumburger Steinbrüchen) zu denen jetzt sämtliche aktiven Steinbrüche im Wesergebirge und Süntel gehören, hatte sich hierzu bereit erklärt.
  • Die BG hat zwar bereits eine Erweiterungsgenehmigung erhalten, möchte allerdings eine weitere flächenmäßige Ausdehnung der Lagerstätte, oben im Luftbild rot gekennzeichnet (LROP)
  • Zusatzinfo: Die NNG betreibt im norddeutschen Raum mittlerweile 22 Steinbrüche

Negative Auswirkungen

Pflanzenwelt/ Landschaft

  • verschwunden
  • verheerend, unwiederbringlich zerstört, bis auf die Tropsteinhöhlen

Lärme missionen:

  • durch Sprengungen und durch die An- und Abfahrten für Langenfeld und Hattendorf im Besonderen schlimm.
  • Auch für die erholungssuchenden Gäste, die vom Waldparkplatz am Langenfelder Forsthaus aus Entsspannung in der Natur des Süntels, auf dem Dachtelfeld und im Naturschutzgebiet Hohenstein suchen, wird es immer schlimmer

Wanderwege

  • verschwunden oder gesperrt, da sie direkt durch den jetzigen Steinbruch führten oder führen würden

Trinkwasser

  • die Auswirkungen sind noch nicht abzusehen; bei großflächiger Erweiterung ist allerdings zu befürchten, dass es Auswirkungen auf diverse Quellen, besonders die Blutbachquelle (liegt dann direkt hinter der Abbaukante durch einen schmalen Wall getrennt) haben könnte, ebenso auf den nördlichsten natürlichen Wasserfall in Langenfeld an der Höllenmühle (eine Gefärhdung durch den Gesteinsabbau ist schon jetzt spürbar
  • das Gebiet gehört zu einem weitläufigem Wassereinzugsgebiet

Sprengungen

  • zu hören bis ins Blutbachtal (Südseite, Naturschutzgebiet Hohenstein)

Wald / Wertvollster Boden

  • alte Buchenbestände gefällt, der Wald ist verschwunden bzw. wird verschwinden
  • Boden abgefahren, verbraucht, weg, nie wieder nutzbar!

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